
Du sitzt vielleicht gerade in deinem Auto oder denkst über deine nächste Fahrt nach. Dabei beschleicht dich das Gefühl: Mein Auto verursacht CO2-Emissionen, und das ist nicht gut für die Umwelt. Diese Gedanken kennen viele Menschen. Es ist ein wichtiges Thema, und es ist gut, dass du dich damit beschäftigst. Die Frage, wie viel dein Auto wirklich zur CO2-Belastung beiträgt, ist oft kompliziert. Lass uns das mal ganz entspannt auseinandernehmen. Ich erkläre dir, woher dieser Ausstoß kommt, was er bedeutet und was du im Alltag konkret tun kannst, um ihn zu reduzieren.
Was bedeutet CO2-Ausstoß beim Auto eigentlich?
Wenn wir vom CO2-Ausstoß durch Autos sprechen, meinen wir hauptsächlich das Kohlendioxid, das beim Verbrennen von Kraftstoff – Benzin oder Diesel – entsteht. Das ist ein chemischer Prozess. Dein Motor saugt Luft an und mischt sie mit dem Kraftstoff. Dann zündet eine kleine Explosion diesen Mix, um die Kraft zu erzeugen, die dein Auto bewegt. Bei dieser Verbrennung entsteht Energie, aber eben auch Abgase. Das Hauptprodukt dieser Verbrennung ist Wasser und eben dieses Kohlendioxid (CO2).
CO2 ist ein Treibhausgas. Das bedeutet, es sammelt sich in der Atmosphäre an und hält Wärme fest. Stell dir das wie eine Decke um die Erde vor. Je dicker die Decke, desto wärmer wird es. Deshalb ist die Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch den Verkehr so ein zentrales Thema im Klimaschutz. Du fragst dich vielleicht, wie hoch der tatsächliche CO2-Ausstoß deines Autos ist und wie man ihn berechnet. Das ist einfacher, als du denkst.
Die einfache Faustformel für den CO2-Ausstoß

Die gute Nachricht ist: Die Hersteller sind verpflichtet, den CO2-Ausstoß pro gefahrenem Kilometer anzugeben. Du findest diese Zahl im Fahrzeugschein oder in den Unterlagen zum Kauf deines Wagens. Sie wird meist in Gramm pro Kilometer (g/km) angegeben. Zum Beispiel: 150 g/km.
Wenn du wissen willst, wie viel CO2 du über ein ganzes Jahr verursachst, musst du nur rechnen: Nehmen wir an, du fährst 15.000 Kilometer im Jahr und dein Auto stößt 150 g CO2 pro Kilometer aus. Dann rechnest du 15.000 Kilometer mal 150 Gramm. Das sind 2.250.000 Gramm CO2. Das sind 2.250 Kilogramm oder 2,25 Tonnen CO2 pro Jahr, die allein durch deine Fahrten entstehen. Diese Zahl ist eine gute Grundlage, um zu sehen, wo du ansetzen kannst, um den CO2-Ausstoß durch Autofahren zu senken.
Nicht nur der Auspuff zählt: Die gesamte Bilanz
Viele denken, der Ausstoß beginnt erst, wenn der Motor läuft. Das stimmt teilweise. Aber wenn wir über den gesamten Einfluss deines Autos auf das Klima reden, müssen wir weiter zurückblicken. Man nennt das die „Well-to-Wheel“-Betrachtung, also von der Quelle bis zum Rad. Das umfasst drei wichtige Phasen, die den gesamten CO2-Fußabdruck deines Autos bestimmen.
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1. Die Herstellung des Autos
Dein Auto herzustellen, ist sehr energieintensiv. Es braucht Rohstoffe wie Stahl, Aluminium, Kunststoffe und vor allem für Elektroautos viel Energie für die Batterieproduktion. Diese Herstellung verursacht bereits eine erhebliche Menge an CO2. Ein modernes Mittelklasseauto kann hier schon eine anfängliche „CO2-Schuld“ von mehreren Tonnen haben, bevor du überhaupt losfährst.
2. Der Kraftstoff und seine Herstellung
Bei Verbrennern ist der Kraftstoff selbst ein großer Faktor. Erdöl muss gefördert, transportiert und in der Raffinerie zu Benzin oder Diesel verarbeitet werden. Auch dieser Prozess benötigt viel Energie und setzt CO2 frei. Wenn du also tankst, bezahlst du nicht nur den Literpreis, sondern auch den Klimabeitrag des gesamten Weges, den der Kraftstoff hinter sich hat.
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3. Die Nutzung (Fahrt und Wartung)
Das ist der Teil, den du täglich direkt beeinflusst: die Emissionen während der Fahrt. Aber auch der Verschleiß von Reifen und Bremsen trägt zur Feinstaub- und CO2-Belastung bei. Weniger bekannt ist: Je mehr Gewicht dein Auto hat, desto mehr Energie braucht es, um es in Bewegung zu setzen. Eine leere Getränkekiste im Kofferraum erhöht den Verbrauch minimal, aber Tausende solcher Kleinigkeiten summieren sich.
Praktische Tipps: Dein direkter Einfluss auf den CO2-Ausstoß
Du hast nun eine Vorstellung, woher die Emissionen kommen. Jetzt kommt der wichtigste Teil: Was kannst du konkret ändern? Es geht nicht darum, das Auto komplett stehen zu lassen, wenn es nötig ist. Es geht darum, bewusster zu fahren und dein Fahrzeug besser zu nutzen.
Fahrweise ist alles: Spritsparend unterwegs
Die Art, wie du das Gaspedal bedienst, ist der einfachste Hebel für dich. Aggressives Beschleunigen und starkes Bremsen verbrennen unnötig viel Kraftstoff und erhöhen den CO2-Ausstoß drastisch. Du kannst deinen Verbrauch oft um 10 bis 25 Prozent senken, allein durch eine angepasste Fahrweise.
- Vorausschauend fahren: Schau weit nach vorne. Wenn du siehst, dass die Ampel rot wird oder der Verkehr vor dir langsamer wird, nimm frühzeitig den Fuß vom Gas. Lass das Auto rollen, statt bis zur letzten Sekunde zu beschleunigen und dann stark zu bremsen.
- Konstante Geschwindigkeit: Nutze, wenn möglich, den Tempomaten auf der Autobahn oder Landstraße. Halte eine gleichmäßige Geschwindigkeit. Jede Beschleunigung kostet Energie.
- Niedrige Drehzahlen: Schalte früh hoch. Bei den meisten modernen Benzinern ist das schon bei 2.000 bis 2.500 Umdrehungen pro Minute sinnvoll. Dieselmotoren mögen oft sogar noch niedrigere Drehzahlen.
- Motorbremse nutzen: Wenn du bergab fährst oder vor einer roten Ampel stehst, lass den Motor im Gang rollen, anstatt in den Leerlauf zu schalten. Moderne Autos stoppen bei dieser Motorbremse die Kraftstoffzufuhr komplett. Das kostet null CO2!
Pflege und Wartung deines Fahrzeugs
Ein gut gewartetes Auto arbeitet effizienter. Das spart nicht nur Geld beim Tanken, sondern senkt auch deinen CO2-Ausstoß durch Autos.
- Reifendruck prüfen: Das ist so ein simpler Punkt, den viele vergessen. Zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand. Das Auto muss mehr Kraft aufwenden, um voranzukommen. Ein um 0,5 bar zu niedriger Druck kann den Verbrauch um 2 bis 4 Prozent erhöhen. Prüfe den Druck monatlich.
- Gewicht reduzieren: Räum den Kofferraum leer. Brauchst du wirklich den alten Dachgepäckträger das ganze Jahr? Jedes unnötige Kilo mehr kostet Kraftstoff.
- Wartungstermine einhalten: Ein verstopfter Luftfilter oder alte Zündkerzen sorgen dafür, dass der Motor nicht optimal arbeitet. Halte dich an die vorgeschriebenen Inspektionsintervalle.
Klimaanlage und unnötige Extras
Die Klimaanlage ist ein echter Energiefresser, besonders im Sommer. Sie treibt den Motor zusätzlich an. Wenn es nicht gerade unerträglich heiß ist, öffne lieber die Fenster. Wenn du die Klimaanlage nutzt, stelle sie nicht auf die niedrigste Stufe, sondern auf eine angenehme Temperatur wie 21 Grad. Auch eine hohe Geschwindigkeit auf der Autobahn mit geöffneten Fenstern erhöht den Luftwiderstand enorm, was den Verbrauch stärker steigert als die Klimaanlage bei moderater Nutzung.
Die Alternativen: Wenn das Auto unvermeidbar ist
Manchmal ist das Auto einfach das beste Mittel, um von A nach B zu kommen. Gerade in ländlichen Regionen ist der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel schwierig. Wenn du nicht sofort ein neues, sparsameres Auto kaufen kannst oder willst, gibt es trotzdem Wege, den CO2-Fußabdruck zu verkleinern.
Die Kraftstoffwahl (bei Verbrennern)
Wenn du einen Diesel fährst, ist die Qualität des Kraftstoffs wichtig. Hochwertigere Kraftstoffe versprechen manchmal eine leicht bessere Verbrennung, was den Verbrauch minimal senkt. Bei Benzinern kann das Tanken von E10 (Benzin mit bis zu 10 Prozent Ethanol-Anteil) theoretisch den CO2-Ausstoß leicht senken, da Ethanol klimafreundlicher produziert wird als reines Benzin. Dein Auto muss dafür aber zugelassen sein. Prüfe das genau, bevor du umsteigst.
Die Umstellung auf E-Mobilität
Die große Wende kommt durch Elektroautos (EVs). Beim Fahren stoßen sie direkt kein CO2 aus. Das ist der große Vorteil. Aber denke daran: Die Gesamtbilanz hängt davon ab, wie der Strom erzeugt wird. Wenn du dein E-Auto mit Kohlestrom lädst, verschiebst du den CO2-Ausstoß nur vom Auspuff zum Kraftwerk. Lädst du es mit Ökostrom, sinkt der CO2-Ausstoß durch dein Auto massiv. Das ist der entscheidende Punkt beim CO2-Ausstoß durch autos auf lange Sicht.
Fahrgemeinschaften und Sharing-Modelle
Musst du wirklich immer alleine fahren? Wenn du zur Arbeit pendelst oder weite Strecken zurücklegst, organisiere eine Fahrgemeinschaft. Wenn vier Leute in einem Auto sitzen, teilt sich der CO2-Ausstoß pro Person durch vier. Das ist eine sofort wirksame und kostenfreie Methode, um deinen persönlichen Anteil zu reduzieren, ohne das Auto wechseln zu müssen. Wenn du Bedenken hinsichtlich der Emissionen deines Fahrzeugs hast, informiere dich, ob dein Auto vom Dieselskandal betroffen ist.
Häufige Fragen
- Wie viel co2 stößt ein durchschnittliches auto aus
- Ein typischer Neuwagen in Europa stößt heute laut offiziellen Angaben oft zwischen 120 und 160 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Rechnest du das auf ein Jahr mit 15.000 Kilometern hoch, landest du schnell bei 1,8 bis 2,4 Tonnen CO2. Ältere Fahrzeuge, besonders große Diesel, stoßen deutlich mehr aus, manchmal über 200 g/km. Diese Emissionen können durch den Umstieg auf Elektrofahrzeuge reduziert werden, deren Ladevorgänge sich mit einer Auto-Charge-App optimieren lassen.
- Kann ich den co2-ausstoß meines alten diesels senken
- Ja, das kannst du durch deine Fahrweise stark beeinflussen. Vorausschauendes Fahren, das Vermeiden hoher Geschwindigkeiten und die regelmäßige Wartung sind die effektivsten Sofortmaßnahmen. Auch der Einsatz von Additiven kann helfen, die Verbrennung sauberer zu halten, was den Ausstoß minimal reduziert.
- Ist ein kleines auto immer klimafreundlicher als ein großes
- Nicht zwingend, aber meistens ja. Ein kleineres, leichtes Auto verbraucht weniger Energie für die Beschleunigung und den Transport des eigenen Gewichts. Aber: Ein alter, großer Benziner kann schlechter sein als ein nagelneuer, kleiner Hybrid, der dank effizienter Technik weniger emittiert. Die Bilanz hängt vom Alter, der Technologie und der Nutzung ab.